Ich habe Ihr Buch mit großer Spannung erwartet - die Aufmachung, die Inhaltsangabe, die Tatsache, dass es auf einem Telegram Kanal beworben wurde, ich war wirklich neugierig. Leider bin ich nach der Lektüre mehr als verärgert!Die Einleitung ließ mich noch hoffen, dass ich neue Erkenntnisse über das Thema Riesen bekommen würde, leicht verwirrt sah ich mich allerdings von Seite 40-80 schon mit Geschichten über Zwerge konfrontiert. Da mag man noch drüber schmunzeln, als ich dann aber den zitierten Brief Seite 81-94 über Untersuchungen der Hirnanhangdrüse bei „Riesen“ las, verlor ich kurzzeitig den Faden. Ein erneutes Durchlesen der Inhaltsangabe holte mich zum erwarteten Thema zurück, und ich durfte mich freuen, dass die Überschriften der folgenden Kapitel sich wieder mit eben dem beschäftigten.Nichtsdestotrotz, ob Zwerg oder Riese, die erwarteten wissenschaftlichen oder zumindest ernsthaft recherchierten Belege über die (ehemalige) Existenz von Riesen blieben leider aus, da es sich inhaltlich um überwiegend nacherzählte triviale Begebenheiten im Leben dieser Zwerge und Riesen handelte. Das Ganze noch dazu in einem Schreibstil, der an einen Schulaufsatz erinnerte. Ich zitiere einmal querbeet:S. 34 „… vor der Geburt hatte sie 36 Stunden Wehen -S. 39 „Es war einmal eine Kaiserin von Österreich …“S. 62 „… (ein sehr langer Name für so eine kleine Person)…“Seite 64 „... denn mit einem so bösen Kerl wollte er nichts mehr zu tun haben …“S. 64 „und der sehr große und sehr kleine Mann waren zu sehr erstaunt …“ (abgesehen davon, dass es heißen müsste „und der sehr kleine Mann“)S. 73 „Tief unten im Süden Afrikas lebt eine Rasse wilder, grimmiger Menschen …“S. 95 „Natürlich hat der damalige Autor am Anfang, sehr wahrscheinlich, auf Fake-Geschichte zurückgegriffen …“a) „Natürlich“ und „sehr wahrscheinlich“ sind in diesem Zusammenhang ein Widerspruch in sichb) was ist das für ein Wort Fake-Geschichte!?!?S. 98+99 müßte ich komplett zitieren, was zu weit führt.S.122 „... es heißt, ein zu enger Stützverband am Knöchel verursachte schließlich eine Blase am Fuß und führte zu einer Infektion …“S.135 „... da die Kontrolleure dieser Welt alles getan haben, um Hinweise und Überreste dieser Giganten zu beseitigen … „Auf Seite 148 schreiben Sie: „Offensichtlich wurde versucht Spuren zu verwischen ...“ und dann zitieren sie einen Bericht, aus dem in keiner Weise so eine Äußerung ableitbar ist.Und besonders ärgerlich: Woher haben Sie Ihre Informationen? Wo sind Ihre Quellenangaben? Verstehen Sie mich nicht falsch, ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Riesen gegeben hat, aber von einem Buch, wie Sie es ankündigen, erwarte ich doch fundierte Informationen, die mich erhellen können. Die mir Neues, gut Recherchiertes aufzeigen!Auf Seite 115 lassen Sie sich aus über veränderte Jahreszahlen, im Druck ist aber der Unterschied zwischen „1969“ und „I969“ fast nicht erkennbar und deshalb zunächst völlig unverständlich, was Sie damit meinen.Die Schriften der beiden eingefügten Dokumente auf Seite 128+129 sind so winzig, sprich: qualitativ schlecht, dass man sie nicht entziffern kann. Was sollen sie also belegen?Zu guter Letzt mag es altmodisch erscheinen, dass ich von einem mir unbekanntem Menschen grundsätzlich nicht geduzt werden möchte, aber das ist Geschmackssache und hätte mich sicherlich nicht zu einer schlechten Rezension bewogen. Die inhaltlichen und gestalterischen Mängel sind meiner Meinung nach aber so gravierend, dass ich dieses Buch trotz spannendem Thema keinem empfehlen würde .. leider rausgeworfenes Geld!(Kleiner Scherz am Rande: zählen Sie einmal, wie oft Sie das Wort „groß“ in verschiedensten Varianten benutzt haben. Da gibt unsere schöne deutsche Sprache doch wirklich mehr her ...)