Blue Marble & Co: Sind die Erdfotos der NASA aus dem All echt?

Blue Marble NASA Erdfotos

Am 7. Dezember 1972 soll die Besatzung von Apollo 17 aus rund 45.000 Kilometern Entfernung ein einziges Foto gemacht haben, das zu einem der meistreproduzierten Bilder der Menschheitsgeschichte wurde: Blue Marble, die vollständig beleuchtete Erdkugel vor schwarzem Weltraum. Eine zweistündige Recherche nach einem "echten" Foto des Weltraums förderte etwas Unerwartetes zutage.

Eine einfache Google-Suche mit einem seltsamen Ergebnis

Wer heute "echtes Foto vom Weltraum" in die Google-Bildersuche eingibt, bekommt vor allem Ergebnisse, die laut eigener Beschreibung gar keine Fotografien sind, sondern "Renderings", "Illustrationen" oder "Darstellungen" – also digitale Grafiken oder computergenerierte Bilder. Auch ein vielversprechender Artikel mit dem Titel "Diese zehn Weltraumbilder sehen unglaublich aus, sind aber tatsächlich real" sprach im Text konsequent von "Images" oder "Pictures", nie von "Photographs" – ein Unterschied, der im Englischen technisch präzise ist: Ein Photograph ist per Definition mit einer Kamera aufgenommen, ein Image oder Picture kann ebenso gut eine Zeichnung oder ein digitales Rendering sein.

Selbst auf der Quelle: Bilder statt Fotografien

Auch die direkte Suche auf offiziellen Raumfahrt-Websites führte zu genau demselben Muster: Artikel über neue Teleskopaufnahmen sprachen durchgehend von "Images", eine Seite mit dem Titel "Gateway to Astronaut Photography" enthielt zahlreiche Erdaufnahmen ohne durchgängige Angaben zu Fotografen oder verwendeten Kameras, und selbst auf derselben Seite fanden sich Inhalte, die explizit als "Illustration" gekennzeichnet waren – ein Beleg dafür, dass durchaus zwischen Darstellungsformen unterschieden werden kann, wenn man möchte. Erst nach längerer Suche taucht überhaupt ein eindeutig als "Foto" bezeichnetes Bild auf – es zeigt allerdings eine Szene auf der Erde, kein Bild aus dem All selbst.

Der Moment, in dem die Kameraperspektive wechselt

Ein wiederkehrendes Muster fällt zudem bei Videos von Raketenstarts auf: Fast immer schaltet die Kamera in genau jenem Moment abrupt um, in dem die Rakete beginnt, ihre Flugbahn zu neigen und eine Kurve zu beschreiben. Aus der ursprünglichen Perspektive vom Boden wechselt das Bild plötzlich zu einer Ansicht direkt hinter den Triebwerken – mit der naheliegenden, aber selten gestellten Frage, wo genau sich diese zweite Kamera eigentlich befinden müsste. Ein zweites Detail, das seit Jahrzehnten immer wieder auftaucht: kleine Luftblasen, die in Aufnahmen aus angeblichen Weltraumspaziergängen durchs Bild treiben – ein Phänomen, das eher zu den riesigen Unterwasser-Trainingsbecken passt, in denen Astronauten seit Jahrzehnten für ihre Ausseneinsätze üben, als zur Schwerelosigkeit im Vakuum.

Was das für Blue Marble bedeutet

Blue Marble gilt offiziell als die erste vollständig beleuchtete Aufnahme der Erdkugel und wird der gesamten Apollo-17-Crew zugeschrieben, weil nicht mehr rekonstruierbar ist, wer genau im Moment der Aufnahme die Kamera hielt. Rein geometrisch hätte die Sonne dabei nahezu direkt hinter der Kamera stehen müssen, um die komplette Tagseite gleichmäßig zu beleuchten – eine Anordnung, die Kritiker als außergewöhnlich glücklichen Zufall werten, Befürworter schlicht als Ergebnis der spezifischen Flugbahn zu diesem Zeitpunkt. Ob Aufnahme, Komposit oder Rendering: Wie bei so vielen Weltraumbildern bleibt am Ende die Sprache selbst das auffälligste Indiz – und die Sprache spricht selten von "Photographs".

Was diese Fragen über die Mondlandung selbst verraten, liest du im Artikel Die Mondlandung 1969: Die häufigsten Zweifel und was die Beweislage zeigt.

Im Hörbuch "DIE NASA LÜGE" von Hannes Sturm wird genau dieser Sprachtrick systematisch seziert – von der ersten Google-Suche bis zu den berühmtesten Erdfotos der Raumfahrtgeschichte.

Weitere Artikel rund um Flache Erde und Raumfahrt-Zweifel findest du gesammelt in unserer Kollektion Flache Erde & Kosmos-Lüge.

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Wenn selbst die Fotos zur Firmament-Frage führen

Wenn selbst die bekanntesten Fotos der Erde aus dem All sprachlich derart vorsichtig behandelt werden, stellt sich die nächste Frage fast von selbst: Gibt es das All in der Form, wie es uns gezeigt wird, überhaupt - oder endet die Welt an einer festen Grenze, lange bevor ein "Blue Marble"-Foto entstehen könnte? Das Hörbuch "FIRMAMENTUM - Die größte Lüge dieser Welt!" geht dieser Frage von Grund auf nach.

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