Der Grüne Mann: Uraltes Symbol oder Erinnerung an das tausendjährige Reich?

Steinernes Grüner-Mann-Gesicht aus Blättern an einer Kathedrale – Titelbild mit Schriftzug Das Gesicht aus Blättern

In tausenden mittelalterlichen Kirchen Europas findet sich dieselbe rätselhafte Steinmetzarbeit: ein menschliches Gesicht, aus dessen Mund, Nase oder Augen Blattwerk und Ranken hervorwachsen. Warum sitzt ein offenkundig heidnisches Motiv ausgerechnet an heiligen Bauten, über Jahrhunderte, unkommentiert? Clemens Aldenbrock stellt in seinem Buch „The Old World“ genau die Frage: Wer ist der Grüne Mann?

Ein Symbol ohne eindeutigen Ursprung

Kunsthistorisch ist der Grüne Mann, englisch „Green Man“, tatsächlich eines der rätselhaftesten wiederkehrenden Motive der europäischen Architektur. Der Begriff selbst wurde erst 1939 von der britischen Folkloristin Lady Raglan geprägt, doch die Darstellungen finden sich schon in romanischen und gotischen Kirchen ab dem 11. Jahrhundert, oft genau dort, wo man ein christliches Motiv erwarten würde, nicht ein vegetatives Gesicht.

Aldenbrocks These: ein Relikt aus dem tausendjährigen Reich

In „The Old World“ ordnet Aldenbrock den Grünen Mann in seine größere Erzählung eines postulierten globalen Friedensreiches ein, das er in Kapiteln wie „Die Herrscher des tausendjährigen Reiches“ und „Die Starforts des tausendjährigen Reiches“ entwickelt. Der Grüne Mann fungiert in dieser Lesart als steinernes Überbleibsel einer Naturverehrung, die seiner These nach älter ist als die Institutionen, die die Gebäude später übernahmen. Man muss die These nicht teilen, um zu spüren, dass hier eine Erklärungslücke klafft.

Der Maibaum als verwandtes Motiv

Nicht zufällig folgt im Buch kurz nach dem Grüne-Mann-Kapitel eines über „Der Maibaum und das tausendjährige Reich“. Beide Motive, das vegetative Gesicht und der geschmückte Baum als Frühlingssymbol, liest Aldenbrock als Teil derselben älteren, verlorenen Tradition. Die verwandte These über die sogenannte Tartaria-Zivilisation und ihre prächtigen Bauwerke haben wir bereits im Artikel Die Tartaria-Theorie einfach erklärt eingeordnet.

Warum gerade Kirchen?

Ein Kernargument des Buches: Wenn ein eindeutig vorchristliches oder zumindest nicht-biblisches Symbol so präsent und unkommentiert in Sakralbauten überdauert hat, spreche das dafür, dass diese Gebäude ursprünglich einem anderen Zweck dienten, bevor sie, so Aldenbrocks zentrale These, im Zuge späterer Renovierungen umgedeutet wurden. Etablierte Kunsthistoriker sehen darin eher ein volkstümliches Ornament, dessen Bedeutung sich im Lauf der Zeit verschob. Zwei Deutungen, ein Steingesicht, das keine davon ganz erklärt.

Die vollständige Deutung im Hörbuch

Im Hörbuch „THE OLD WORLD 2 – Die Wahrheit wird dir den Weg weisen!“, der Fortsetzung des Bestsellers, führt Clemens Aldenbrock seine Symbolanalysen des tausendjährigen Reiches konsequent weiter. Wenn dich das Gesicht aus Blättern einmal angesehen hat, willst du wissen, worauf die Spur hinausläuft.

→ Jetzt „THE OLD WORLD 2“ als Hörbuch anhören

Was blieb von den Bewohnern dieser Welt übrig?

Wer nach den steinernen Spuren des tausendjährigen Reiches fragt, findet eine weitere, drastischere These im Hörbuch „MUDFOSSILS – Die Wahrheit über unsere versteinerte Vergangenheit“, das sich den angeblich versteinerten Überresten seiner Bewohner widmet.

→ Jetzt „MUDFOSSILS“ als Hörbuch anhören

Auch als Taschenbuch erhältlich

Diese Titel gibt es auch zum Selberlesen: „Mudfossils: Die Wahrheit über unsere versteinerte Vergangenheit“ und „The Old World 2: Die Wahrheit wird dir den Weg weisen!“.

→ Jetzt „MUDFOSSILS“ als Taschenbuch entdecken

→ Jetzt „THE OLD WORLD 2“ als Taschenbuch entdecken