Riesenmythen weltweit: Warum fast jede Kultur von Riesen erzählt

Gigantische verwitterte Riesenstatue im nebligen Urwald

Griechische Titanen, nordische Jotun, indianische Riesen der Anasazi-Überlieferung, mesopotamische Helden wie Gilgamesch – völlig unabhängige Kulturen ohne jeden Kontakt zueinander erzählen dieselbe Grundgeschichte: Vor uns lebten Riesen. Zufall, oder Erinnerung an etwas Reales?

Ein globales Muster ohne offensichtliche Verbindung

Was diese Mythen bemerkenswert macht, ist nicht die Existenz einzelner Riesengeschichten – sondern wie viele voneinander völlig unabhängige Kulturen auf verschiedenen Kontinenten zur selben Grundidee kommen. Skeptiker sehen darin ein universelles menschliches Erzählmuster. Andere fragen: Warum ausgerechnet dieses Muster, und warum so konsistent?

Von Gilgamesch bis zu den nordischen Jotun

Im mesopotamischen Gilgamesch-Epos, einem der ältesten erhaltenen Texte der Menschheit, treten übermenschliche Wesen auf. Die nordische Mythologie beschreibt die Jotun als eine ältere, mächtigere Generation vor den Göttern selbst. Beide Erzählungen entstanden geografisch und zeitlich vollkommen getrennt voneinander – und folgen trotzdem einer erstaunlich ähnlichen Struktur: Riesen als ältere, ursprünglichere Bewohner der Welt.

Erklärungsversuche: Von Psychologie bis Paläontologie

Erklärungen reichen von universeller menschlicher Psychologie (die Vorfahren idealisieren, überhöhen) bis zu der Theorie, dass Funde großer fossiler Knochen prehistorischer Tiere von frühen Kulturen als Beweis für Riesen fehlgedeutet wurden. Beide Erklärungen sind plausibel – keine davon erklärt restlos, warum das Muster ausgerechnet so global konsistent ist.

Was die biblische Version dieses Musters, die Nephilim, konkret aussagt, liest du im Artikel Wer waren die Nephilim? Was die Bibel wirklich über die Riesen sagt.

Alle Riesenmythen der Welt, in einem Buch

Im Hörbuch "NEPHILIM - Die Riesen der alten Welt" werden diese weltweiten Parallelen systematisch zusammengetragen – von Mesopotamien über Skandinavien bis zu außereuropäischen Überlieferungen.

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