7,83 Hertz: Die Schumann-Resonanz und die Theorie der steinernen Wächter

Schumann-Resonanz Gargoyles Wächter

Mitten in seinem Buch "WÄCHTER" widmet Maxim Kern ein ganzes Kapitel einer einzelnen Zahl: "7,83 Hertz". Es handelt sich um die Grundfrequenz der sogenannten Schumann-Resonanz - ein real gemessenes, physikalisches Phänomen der Erdatmosphäre, das der Autor mit seiner Theorie über Gargoyles und Kirchenglocken verknüpft.

Was die Schumann-Resonanz tatsächlich ist

Die Schumann-Resonanz ist ein 1952 vom Physiker Winfried Otto Schumann theoretisch vorhergesagtes und später experimentell bestätigtes elektromagnetisches Phänomen: Der Raum zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre wirkt wie ein Resonanzhohlraum, in dem hauptsächlich durch Blitzentladungen angeregte elektromagnetische Wellen bei einer Grundfrequenz von etwa 7,83 Hertz zirkulieren. Das Phänomen ist heute gut erforscht und wird unter anderem zur Fernbeobachtung globaler Gewitteraktivität genutzt.

Kerns These: Gargoyles als "Antennen"

Im Buch wird diese real gemessene Frequenz mit den vorherigen Kapiteln über Gargoyles ("Die Klauen an der Balustrade", "Was die Folklore weiß") und Kirchenglocken ("Die Glocken-Parallele") verknüpft: Die These lautet, dass die steinernen Figuren und Glocken gotischer Kathedralen ursprünglich Teil eines bewussten Systems zur Nutzung oder Abschirmung dieser Erdfrequenz gewesen sein könnten - eine Idee, für die es außerhalb des Buches keine anerkannten historischen oder physikalischen Belege gibt.

Die reale Geschichte der Gargoyles dahinter

Historisch belegt ist hingegen die tatsächliche ursprüngliche Funktion von Gargoyles: Sie dienten als Wasserspeier, die Regenwasser von Kathedralenmauern ableiteten und Erosion verhinderten - eine praktische architektonische Lösung, die erst später mit apotropäischer, also schutzsymbolischer Bedeutung aufgeladen wurde. Die vollständige, dokumentierte Geschichte dieser Bauelemente haben wir bereits im Artikel Gargoyles: Die wahre Geschichte nachgezeichnet.

Wenn reale Physik auf Legenden trifft

Das Kapitel ist ein typisches Beispiel dafür, wie ein anerkanntes physikalisches Phänomen als Brücke zwischen zwei eigentlich unabhängigen Themenfeldern - mittelalterliche Sakralarchitektur und moderne Geophysik - genutzt wird, ohne dass ein kausaler Zusammenhang wissenschaftlich hergestellt wäre.

Die vollständige Theorie im Hörbuch

Im Buch "WÄCHTER: Was Gargoyles und Glocken wirklich sind" führt Maxim Kern diese Verknüpfung bis zu seinem Kapitel über "Antiquitech und die Alte Welt" fort.

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