Van Allen Gürtel und Co: Die bekanntesten Einwände gegen die Raumfahrt im Check

Van Allen Gürtel

Am 31. Januar 1958 schoss die USA den Satelliten Explorer 1 ins All – das erste erfolgreiche amerikanische Raumfahrtprojekt. Sein Geigerzähler lieferte seltsame Daten: In bestimmten Höhen fiel die gemessene Strahlung plötzlich komplett auf null. Der Physiker James Van Allen erkannte: Der Sensor war nicht kaputt. Er war übersättigt – von Strahlung, die weit stärker war als erwartet.

Was der Van-Allen-Gürtel tatsächlich ist

Der Gürtel besteht aus zwei toroidförmigen Zonen geladener Teilchen – hauptsächlich Elektronen und Protonen –, die vom Erdmagnetfeld eingefangen werden und die Erde ringförmig umgeben. Die innere Zone beginnt in etwa 1.000 Kilometern Höhe, die äußere reicht bis auf rund 60.000 Kilometer hinaus. Die Strahlungsintensität ist real, seit den späten 1950er-Jahren gut vermessen und 2012 von den beiden NASA-Sonden der Van-Allen-Probes-Mission noch einmal präzise bestätigt worden – inklusive der Überraschung, dass zeitweise eine dritte, temporäre Strahlungszone zwischen den beiden bekannten Gürteln entsteht. Keine Erfindung von Zweiflern, sondern seit über sechzig Jahren gemessene Physik.

Die offizielle Antwort: Schnell durch, nicht langsam durch

NASA-Ingenieure argumentieren, die Apollo-Missionen hätten die Strahlungszonen auf einer sorgfältig berechneten Flugbahn durchquert, die hauptsächlich durch dünnere, polnahe Bereiche des Gürtels führte und die Aufenthaltsdauer in den intensivsten Zonen auf wenige Minuten reduzierte. Kombiniert mit der Abschirmung durch die Kapselwand ergab das laut veröffentlichten Missionsdaten eine Strahlendosis von etwa 1,6 Rad für den gesamten Hin- und Rückflug – deutlich unterhalb der Schwelle für akute Strahlenkrankheit, wenn auch nicht null.

Was der Entdecker selbst dazu sagte

Bemerkenswert: James Van Allen selbst, der Physiker, nach dem die Zone benannt ist, bezeichnete die Mondlandungs-Zweifel zu Lebzeiten wiederholt als unbegründet und verwies auf genau diese Flugbahn-Berechnungen. Ein Umstand, den Befürworter der offiziellen Version gerne anführen – während Kritiker einwenden, dass auch der ursprüngliche Entdecker einer Zone nicht zwangsläufig jede spätere technische Anwendung im Detail beurteilen kann oder will.

Warum Zweifler diese Rechnung nicht einfach schlucken

Die unbequeme Frage bleibt: Wenn das Problem der Strahlungszone tatsächlich schon 1968 vollständig gelöst war, warum wurde seit der letzten Apollo-Mission 1972 kein einziger bemannter Flug mehr über den erdnahen Orbit hinaus unternommen – mehr als fünfzig Jahre lang? Selbst wer die Flugbahn-Erklärung technisch akzeptiert, kommt an dieser Diskrepanz zwischen angeblich gelöstem Problem und seitherigem völligen Stillstand der bemannten Fernraumfahrt nicht vorbei.

Ein Muster, das sich durch die ganze Debatte zieht

Flagge, Schatten, Sterne, Strahlung: Jeder einzelne Einwand hat eine offizielle, technisch plausible Erklärung – und jede einzelne Erklärung hinterlässt bei kritischen Beobachtern trotzdem einen Rest Zweifel. Die anderen klassischen Einwände findest du im Artikel Die Mondlandung 1969: Die häufigsten Zweifel und was die Beweislage zeigt.

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Warum manche noch weiter zurückfragen

Die Frage, warum seit über fünfzig Jahren kein bemannter Flug mehr über den erdnahen Orbit hinausging, führt manche noch einen Schritt weiter: nämlich zur grundsätzlichen Frage, ob es einen freien Weltraum jenseits einer Erdatmosphäre in der offiziell beschriebenen Form überhaupt gibt - oder ob eine feste Grenze genau das von vornherein verhindern würde. Genau diese These entwickelt das Hörbuch "FIRMAMENTUM - Die größte Lüge dieser Welt!".

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