Gleich zu Beginn von "Hinter dem Eiswall" platziert Max Ehrenberg ein auffälliges Zitat: Ein "Professor R. Foster" soll 1965 behauptet haben, der Mond sei kein festes Gestein, sondern ein Plasmaphänomen - und die Apollo-8-Astronauten hätten ihm 1968 angeblich recht gegeben.
Was das Zitat konkret behauptet
Im Buch heißt es, die Apollo-8-Besatzung habe nach der Mondumkreisung 1968 sinngemäß erklärt: "Wir haben uns geirrt, Professor Foster hatte die ganze Zeit recht - der Mond besteht aus Plasma." Wäre der Mond tatsächlich ein Plasma mit deutlich geringerer Masse als angenommen, hätte das - so das Zitat weiter - massive Konsequenzen für unser Verständnis der Gezeiten und der Gravitation insgesamt.
Was über Apollo 8 tatsächlich dokumentiert ist
Die Apollo-8-Mission vom Dezember 1968 ist eine der am besten dokumentierten Raumfahrtmissionen der Geschichte, inklusive vollständiger Funkprotokolle, die bis heute im NASA-Archiv öffentlich einsehbar sind. In keinem dieser Protokolle findet sich eine Aussage der Besatzung (Frank Borman, James Lovell, William Anders) über ein vermeintliches "Plasma"-Eingeständnis. Die bekannteste Überlieferung der Mission ist stattdessen das berühmte "Erdaufgang"-Foto ("Earthrise"), das die Erde über dem Mondhorizont zeigt.
Die reale physikalische Beschaffenheit des Mondes
Bestätigt durch sechs bemannte Mondlandungen, hunderte Kilogramm zurückgebrachtes Mondgestein und jahrzehntelange seismologische Messungen mit auf dem Mond zurückgelassenen Instrumenten gilt der Mond als differenzierter Gesteinskörper mit Kruste, Mantel und teilweise flüssigem Kern - keine Plasmakugel. Plasma (ionisiertes Gas) kann zudem physikalisch keine feste, tastbare Oberfläche bilden, wie sie auf sämtlichen Mondlandungsfotos und in den zurückgebrachten Gesteinsproben dokumentiert ist.
Ein Muster, das sich durch das ganze Genre zieht
Nicht unbedingt-verifizierbare Professorenzitate sind ein wiederkehrendes Stilmittel in diesem Genre alternativer Sachbücher - ähnlich wie die weiteren Zweifel an der Raumfahrt, die wir bereits im Artikel Van Allen Gürtel und Co eingeordnet haben. Die eigentliche Rahmenerzählung von "Hinter dem Eiswall" - die angebliche Entdeckungsgeschichte des Manuskripts von William Morris - haben wir im Artikel William Morris und der Eisring nachgezeichnet.
Die vollständige Geschichte im Hörbuch
Im Hörbuch "HINTER DEM EISWALL - Die unglaubliche Geschichte von William Morris" führt Max Ehrenberg dieses Eröffnungszitat in seine größere Erzählung über einen angeblichen Kontinent hinter der antarktischen Eismauer ein.
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Ob Plasma oder feste Grenze: Die größere Frage
Ob Plasma oder Gestein: Fragen zur wahren Beschaffenheit des Himmelskörpers über uns führen bei manchen Autoren direkt zu einer noch größeren These - der Behauptung, der gesamte Kosmos sei anders aufgebaut, als es das heliozentrische Modell beschreibt, und ende an einer festen Grenze statt im unendlichen Weltraum. Genau diese These entwickelt das Hörbuch "FIRMAMENTUM - Die größte Lüge dieser Welt!" ausführlich.
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Auch als Taschenbuch erhältlich
Diese Geschichte gibt es auch zum Selberlesen: "Firmamentum – Die größte Lüge dieser Welt!".